Interview mit Christian Häfner von FastBill.com

Heute habe ich etwas besonderes für euch. Es folgt ein Interview mit Christian Häfner von FastBill. Ich will jetzt gar nicht zu viel vorweg nehmen. :-) Schaut es euch einfach an und kommentiert fleißig. 

Frage 1: Hallo Christian, stell dich doch bitte kurz vor und beschreibe was hinter FastBill steckt.

Hallo Tim. Ich bin Christian Häfner und Geschäftsführer bei FastBill.com. FastBill ist eine vollständig webbasierte Büro-Software für kleine Unternehmen, mit denen die typischen Aufgaben im Büroalltag deutlich einfacher und schneller zu erledigen sind. Ob Kundenverwaltung, Zeiterfassung, Rechnungen schreiben und Ausgaben erfassen, bietet FastBill Funktionen für all die Aufgaben, an denen kein Unternehmer vorbei kommt, egal welche Unternehmensform oder Größe.

Frage 2: Woher stammt die Idee zu FastBill?

Die Idee zu FastBill entstand bereits 2007 aus dem einfachen Bedürfnis heraus, die nervige Zeit für den lästigen Büroalltag reduzieren zu wollen. Wir wissen, wie viel Zeit und Nerven für die meisten Unternehmer beim Thema Rechnungen und Buchhaltung verloren gehen. Angefangen beim professionellen Layout bis hin zur Einhaltung von gesetzlichen Anforderungen ist Vieles zu beachten. Vor allem beim elektronischen Rechnungsversand ist das Fehlerpotential groß. Das frustriert und kostet Zeit. Wir wollten eine einfache und intuitive Lösung, die den Unternehmern das ermöglicht, was Ihnen Spass…nämlich das eigene Kerngeschäft, und nicht der lästige Bürokram. Deshalb wurde FastBill umgesetzt.

Frage 3: Hast du FastBill in einem Team gegründet und wie lange dauerte die Planungsphase?

FastBill wurde damals von 5 Personen gegründet, die heute alle noch als Gesellschafter und Partner dabei sind. Wir sind nach wie vor ein gutes Team. Ich selbst kam erst nach der Gründung hinzu, kannte aber die Gründer und das Vorhaben von Anfang an und war überzeugt. Anfangs war es ein Projekt, dann wurde es ein Unternehmen. Seit diesem Jahr sind wir ein 7-köpfiges Team und machen große Fortschritte.

Frage 4: Welche Hürden/Hindernisse gab es bei der Gründung und den ersten Wochen zu beachten?

Das Thema online Rechnungen war damals wie heute für viele Selbstständige ein Thema mit viel Fehlerpotential. So ist z.B. heute noch weitgehend unbekannt, dass elektronische Rechnungen mit ausgewiesener Steuer u.U. eine sog. qualifizierte elektronische Signatur benötigen, oder dass online Rechnungen nicht einfach ausgeruckt und in Papierform archiviert werden können. Dazu kommt die weit verbreitete, aber eigentlich unnötige, Angst um Rechnungsdaten in der Cloud. Diese und ähnliche Meinungen beschleunigen das Marktwachstum im Allgemeinen nicht gerade und erfordern viel Aufklärung unsererseits.

Frage 5: Worin liegt der Mehrwert für den Benutzer bei FastBill gegenüber anderen Rechnungstools?

Grundsätzlich spart FastBill viel Zeit und Nerven, und das für einen sehr günstigen Preis von nur 5,95€ / Monat. Neben einer ausgereiften Software bieten wir viele Informationen, die im Arbeitsalltag helfen. Das können gesetzliche Vorschriften und Richtlinien sein, aber auch ganz praktische Dinge. Rein funktionell ist FastBill bereits einen Schritt weiter als andere. Wir fokussieren uns keineswegs nur auf die Funktionen rund um Rechnungen, sondern bieten vielmehr ein ganzheitliches Business Tool für unsere Nutzer. Da sind z.B. Funktionen wie Projektmanagement, Multi-User Fähigkeit inkl. Rechtekonzept, Zeiterfassung, Liquiditätsübersicht und die Erfassung eingehender Rechnungen und Dokumentenmanagement, um nur ein paar Dinge zu nennen, bei denen wir uns jetzt schon abgrenzen.
Noch im Oktober launchen wir darüber hinaus unser neues Paket „FastBill Plus“, mit dem wir noch mal ein ganzes Set an zusätzlichen neuen Features herausbringen, die den Prozess sogar noch mehr erweitern. Mit FastBill Plus ermöglichen wir erstmals das papierlose Büro für kleine Unternehmen. D.h. es wird einige Neuerungen z.B. bei der Kundeninteraktion und bei der Archivierung von Dokumenten geben. Weitere Informationen kann ich jetzt leider noch nicht bekannt geben, außer dass es einige Dinge geben wird, die im Deutschen Markt noch nicht vorhanden sind. Wer neugierig ist, der kann sich in unseren Verteiler unter http://plus.fastbill.com eintragen und nebenbei noch 3 Jahresabos gewinnen.

Frage 6: Wo siehst du FastBill in einem Jahr?

In einem Jahr wird FastBill noch mal deutlich weiter sein, als einfach nur ein webbasiertes Rechnungs- und Zeiterfassungssystem. Mit FastBill Plus setzen wir nochmal deutlich einen drauf. Die Arbeit mit Kunden und Kollegen wird interaktiver und ganz selbstverständlich online und miteinander funktionieren. Die Grenzen zum „offline“ Büro verschwimmen immer mehr, sodass das Papierlose Office irgendwann ganz normal ist. Für uns stehen die zusammenhängenden Kundenprozesse im Vordergrund und nicht nur einzelne Funktionen.

Frage 7: Warum sollten meine Leser FastBill benutzen?

Ganz kurz: Es spart Zeit, Aufwand, lässt deine Leser professionell aussehen und bietet für kleines Geld alles, was im Buchhaltungsalltag nötig ist. Einfach kostenlos anmelden, Rechnungsvorlage mit eigenem Logo und Design erstellen, und die erste Rechnung ist in wenigen Minuten fertig und korrekt verschickt. Wenn mal eine Frage ist, bietet unser Team von morgens bis abends kostenlosen Telefon und E-Mail Support. Wer sich jetzt noch unsicher ist, der kann FastBill 3 volle Monate kostenlos und unverbindlich nutzen, ohne Einschränkungen und Verbindlichkeiten. Wir verlangen die Zahlungsdaten erst, wenn jemand wirklich überzeugt ist.

Frage 8: Ist FastBill dein erstes Projekt?

Nein, ist es nicht. Meine erste Firma hatte ich mit 18, danach folgten einige weitere Projekte. Heute habe ich meine Leidenschaft aber in online Geschäftsmodellen gefunden und habe Spaß daran, immer neue Möglichkeiten und Ideen umzusetzen.

Frage 9: Würdest du, wenn du noch einmal bei der Gründung am Anfang stehen würdest, alles genau so machen?

Nein, denn schließlich lerne ich ja aus Fehlern und Erfahrungen. Jede Erfahrung ist wertvoll, die schlechten Erfahrungen sogar manchmal noch mehr. Oft glaubte ich selbst so stark an eine Idee, bis der Markt mich vom Gegenteil überzeugt hat. Zu dem Zeitpunkt sind aber meist schon viele Ressourcen investiert und verbrannt. Heute läuft viel mehr im Kopf ab. Ich lasse mir mehr Zeit, bevor ich den ersten Pinselstrich bei der Umsetzung angehe. Viele Gespräche und Erfahrungen aus vorherigen Projekten lassen eine Idee manchmal schon im Keim ersticken. Wenn es allerdings dann doch mal soweit ist, dann ist viel mehr Sicherheit, Zuversicht und mit einem guten Team dahinter.

Frage 10: Welche Tipps würdest du einem jungen Gründer mit auf dem Weg geben?

Da greife ich gerne noch einmal Frage 9 auf. Mein Tipp ist, jede Idee nicht nur nach Lehrbuch zu durchdenken, sondern mal Verwandte und ehrliche Freunde oder Fremde befragen. Wer seine Idee geheim hält, der wird auch kein Feedback bekommen und läuft in Gefahr, alleine mit der Idee zu sein.
Meist besteht die Angst, dass jemand die Idee kopiert und damit reich wird. Aber: Falls dazu jemand in der Lage ist, wird er/sie es ohnehin irgendwann tun. Und falls nicht, dann fehlt das Team und er/sie schafft es eh nicht. Also: Lieber einmal mehr von der Idee sprechen und Feedback entgegen nehmen, als Zeit und Geld zu verschleudern und sich nachher unnötig zu ärgern. Das Produkt ist schließlich immer nur so gut, wie der Markt bereit ist dafür zu bezahlen.

 

Danke Christian für das ausführliche und spannende Interview. Weiterhin viel Erfolg mit Fastbill! 

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13 Responses to Interview mit Christian Häfner von FastBill.com

  1. Timotime 27. September 2011 at 09:40 #

    hervorragender Artikel. Schönes Interview. Die Software scheint ja genau das richtige für Jungunternehmer zu sein, vorallem ist sie ziemlich günstig.
    Mal gucken, wie weit ich so in den nächsten Wochen/Monaten komme, aber gut möglich, dass ich mir fastbill nochmal genauer anschauen werde.

    Gruß

  2. Tim 27. September 2011 at 10:03 #

    Und das schöne an der Software ist, dass sie webbasiert ist. Man kann also von überall darauf zugreifen.

    Du musst mir dann unbedingt davon berichten, solltest du dich dazu entschieden haben :-) und natürlich auch, wenn du beginnst deinen Blog zu monetarisieren. Das fände ich echt interessant. Vor allen Dingen, ob sich der Aufwand jetzt schon lohnt oder man lieber auf höhere Besucherzahlen warten sollte.

    Drück dir die Daumen, dass alles klappt :-)

    Gruß Tim

  3. Heiner Schäfer 27. September 2011 at 11:53 #

    @Tim: ich nutze FastBill für meine beiden Firmen. Ich habe schon ziemlich viel ausprobiert, teure Software zum Installieren und eine webbasierte Lösung. Für mich als Designer ist es wichtig, dass man die eigene Schriftart verwenden kann und dass man das Layout dem eigenen Corporate Design weitgehend anpassen kann. Da keine Software perfekt ist, ist das wichtigste, wie das Team auf Änderungeswünsche reagiert und da bin ich sehr zufrieden.

    Monetarisierung eines Blogs lohnt sich ab ca. 1000 Besuchern pro Tag. Es ist meine Schätzung, die auf Hochrechnungen z.B. mit Google adwords basiert. Dazu kommt noch das Thema des Blogs. Je näher das Thema an Dingen ist, die man online kaufen kann, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand das kauft. Das ist eigentlich schade, weil die wirklich interessanten Blogs sich mit anderen Dingen befassen.

  4. andreas 27. September 2011 at 12:06 #

    schönes interview. macht spaß zu lesen.
    die software macht auch einen guten eindruck. weiter so.

  5. Tim 27. September 2011 at 12:33 #

    @ Heiner Schäfer
    Also ich habe bis jetzt auch nur positives Feedback über das Produkt bekommen. Ich werde allerdings vorerst auf die Integrierten Rechnungslösungen meines Shopsytemes zurückgreifen. Das funktioniert einwandfrei bisher (bei den Tests).

    Einen Blog nur mit adwords zu monetarisieren ist eindeutig unmöglich. Da muss man echt schon mehrere zehntausend Besucher pro Tag haben. :-)

    Entweder man konzentriert sich auf Affiliate Marketing oder Direkt-Vermarktung. Damit lässt sich das meiste Geld verdienen. Und ich bin überzeugt, dass auch allgemeine Blogs viel Geld verdienen können. Es gibt für alles eine Möglichkeit. Man muss nur viel Testen und viel Arbeit hineinstecken :-) … (Siehe den Meinungs-Blog, der verdient auch einen fünfstelligen Betrag pro Jahr, obwohl es ein Gemischwarenblog ist:-) …)

    Aber danke für deinen Erfahrungsbericht. Ich freue mich richtig, dass der Gastartikel so gut ankommt. Ich dachte erst, dass Gastartikel eigentlich nie gut besucht werden. (Abgesehen vom Thema).

    Gruß Tim

  6. Tim 27. September 2011 at 12:34 #

    @ andreas,

    danke für deinen Kommentar. Das war mir auch wichtig, bei der Wahl des Gastbeitrags, dass das Produkt bzw. das Unternehmen dahinter einen sehr guten und professionellen Eindruck hinterlässt.

    Gruß Tim

  7. Ferhat 27. September 2011 at 14:33 #

    Ein weitere schöner Artikel.

    Es liest sich sehr gut und vorallem ist sehr informativ. So eine Softwarelösung übers Internet hört sich sehr attraktiv an, vorallem der preis schaut auch sehr fair aus. ich denke bei gelegenheit werde ich fastbill mal testen, denn als klein-/jungunternehmer sollte man besonders drauf achte, dass alles rechtlich richtig ist.

    vielen dank für das ausführliche interview und bitte mehr davon :)

    lg

    Ferhat

  8. Tim 27. September 2011 at 14:41 #

    @ Ferhat

    danke für das große Lob, das natürlich zum größten Teil an Christian Häfner geht. Ich freue mich schon darauf von dir zu hören, wenn du es getestet hast.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg bei deinen Projekten :-) Und sollten noch weitere Interviews folgen, werde ich dich auf dem Laufenden halten.

    Gruß Tim

  9. Christian 27. September 2011 at 17:10 #

    Hallo zusammen,

    es freut mich, dass das Interview gerne gelesen wird. @ Tim, danke noch mal für die Gelegenheit.

    Falls irgendwelche Fragen offen geblieben sind oder ihr Hilfe mit FastBill selbst braucht, sagt mir gerne Bescheid.

    Ansonsten gilt: fleissig bei http://plus.fastbill.com eintragen und zu den ersten gehören, was das neue FastBill Plus angeht. Es gibt auch 3 Jahresabos zu gewinnen!

    Viele Grüße
    Christian

  10. Christian 27. September 2011 at 18:45 #

    Aus aktuellem Anlass möchte ich auf eine kleine Korrektur bezüglich der qualifizierten elektronischen Signatur hinweisen. Die Verpflichtung zur Signatur ist nicht mehr gegeben. Mehr hier bei uns im Blog: http://bit.ly/rgDGM0

  11. Eric Schreyer 30. September 2011 at 10:48 #

    Wow, echt spannendes und sehr informatives Interview. Bin selber selbständig und immer auf der Suche nach neuen und interessanten Lösungen um Bereiche auszulagern.
    Und gerade im Bereich Rechnung/Buchhaltung bin ich für jede Hilfe dankbar:-)

    Deshalb: Daumen hoch!

    Finde den Blog echt spannend. Werde jetzt öfter vorbeikommen :-) Habe ihn direkt abonniert!

    Gruß Eric

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